Wenn man Code schreibt, der eine Datei in einem weit verbreiteten Format erzeugt, und das Ergebnis fällt nicht wie erwartet aus, sucht man die Ursache oft erst mal im eigenen Code. Manchmal liegt der sprichwörtliche Hund aber auch im Programm begraben, das die erzeugte Datei verarbeitet.
Im speziellen Fall ging es um Ruby-Code, der eine Excel-Datei erzeugen sollte. Das Ergebnis ließ sich auch in LibreOffice öffnen, mit einem Haken: Alle Tabellenzellen mit Formeln zeigen 0.00 anstelle des korrekten Werts. Erst wenn die Formel in LibreOffice geändert wurde, sprang die Berechnung an.
Also ging die übliche Suche nach der Ursache los: Gibt es einen Fehler im Ruby-Code? Haben wir irgendeine Konfiguration übersehen? Müssen wir etwas an der Formatierung der Tabellenzellen ändern, oder an der Art, wie die Formeln definiert werden? Oder woran könnte es hängen?
Nach einiger Zeit zeigte sich jedoch, dass das Problem in diesem Fall bei LibreOffice lag. Bei der Tabellenkalkulation kann man in den Einstellungen festlegen, ob Formeln beim Laden der Datei neu berechnet werden sollen:

Wenn dort “Nie neu berechnen” eingestellt ist, dann wird halt auch beim Laden der Datei nie neu berechnet…